Scham ist ein Zeichen der Ohnmacht - nichts ist der Herrschaft abträglicher als reine freiwillige massenhafte allgemeine Schamlosigkeit.
Schamlosigkeit ist eine Art von GeistesHygiene. Sie ist ein Anzeiger der inneren Sauberkeit.
Schamlosigkeit stellt die natürliche Ordnung der Dinge her: unterstellt dem Leib wieder den Geist.
Ohne Scham sind seit jeher die Mächtigen und Reichen unter sich, frei von Scham und Schuld ist ihr Missbrauch der Wehrlosen Schwachen Kleinen Kranken Schuldenbehafteten, der mit Gewissen Beschmutzten und Schuld Beworfenen.
Der Leibeigene ist nicht schamhaft, er ist ja nur Objekt und Ort der Notdurft seines Herrn. Er lebt in freier Dunkelheit, ist Rotzlappen, Spucknapf, Schwanzabstreifer und Nachgeschirr.
Die geistige Hurerei z w i s c h e n den Herren und den leiblich Gebrochenen, Missbrauchten, den Vergewaltigten, die Normalität, die Menge, die das Gemeinwesen stützt, der blöde V e r b ü r g e r des Staats, lebt so gern in eitelster blökender Schamhaftigkeit.
Das Volk aber ist stärker als der Staat und die Masse ist stärker als der Herr und das Werkzeug ist dem Leib dieser Gegner näher als jede Waffe.
Ein Vorgesetzter ist nicht schamlos, er ist unverschämt und unanständig. Die freie Schamlosigkeit verdirbt ihn und die unbegrenzte offene Gewissenlosigkeit ist sein Untergang.