Samstag, 3. Mai 2014

Penisleid und -neid

In der leeren hohen Liebe des Mannes steckt eine Verzweiflung, die sich aus einem Verlangen nach der verlorenen Mutterliebe nie und nimmer erklären lässt. Die Frau hat den Bezug zur Mutter und gibt auch deren Liebe in der eigenen weiter. Dem Mann fehlt der Bezug, weil er selbst Mutter nicht sein kann. In Bezug auf seine Mutter ist die leibliche Wahrheit der furchtbare Ekel, das leibliche Abstoßen weg von der absoluten Unmöglichkeit (und kein InzestTabu steckt da drin - das ist ein zu einer Lüge erdachter Grund, eine sinnliche Notwendigkeit, ein Widerspruch in sich) und in Bezug auf das Objekt der sexuellen Begierde sind Liebe und Wunsch ein Versagen erzeugt vom Neid. Das allein ist Penisleid und -neid. Die reine Liebe des Mannes ist also die Verweigerung der Begierde dem vollkommenen Leib. Übelkeit unterhält sich mit dem Wunsch nach Reinheit. Jeder Mann bewegt sich zwischen Ehe-Ekel und Verehrung in Beziehungslosigkeit, zwischen begründetem Zwang und sinnloser Freiheit. Der Ekel ist Folge einer wirklichen Wunde und zufrieden mit sich allein und verkennt seinen Grund. Der Neid überwindet die Wunde scheinbar, indem er sich die unvollkommene Liebe und die Verzweiflung verweigert und dem anderen (weiblichen) vollkommenen Leib die Erfüllung der Liebe nimmt: die Liebe zum Leben, zu sich und zum anderen (vollkommenen) Leib.

Fremd geht der Mann neidvoll und kommt um die Begierde leider herum - daheim wird dann auf die Alte voller Ekel und ehelich pflichtbewusst auch noch mal richtig gespeit.

Frau geht nicht fremd. Sie nimmt sich einen blöden Verführer. Sie könnte sich statt dessen auch einen Lutscher oder 'ne Gurke nehmen, und gleichviel auch das: fürs Mögen und Essen.

Der Penisneid ist also gar keiner, sondern der vom Schwanzträger allein ausgehende Neid, der die Weiber von der Teilnahme an der Wirklichkeit, der wirklichen Liebe ganz oder zum großen Teil abschneidet.

Die Beschneidung des Mannes ist eine Nachhilfe der männlichen Natur, trennt deutlich von der Mutter und schützt andererseits auf Dauer vor einem Übergroßen - Neid, der besinnungslos macht.