Samstag, 3. Mai 2014

Schakale und Araber

Der Fremde in der Mitte der Schakale und zwischen Schakal und Araber ist der Autor als TextLeib.

Die Araber sind wörtlich auch die Hebräer. Ihre Gemeinsamkeit wäre dann nur beider falsche eingebildete abstrakt abgeleitete verfahrene Körperlichkeit. Das ist nicht leiblich. Es gibt aus hoher nördlicher Niedertracht oder kristlicher Gemeinheit keinen Unterschied zwischen Juden und Arabern. Beide sind der Äußerlichkeit also unentschieden gleich auch durch das einzige TrennungsZeichen, die Beschneidung der Lustigkeit, die Verbindung mit aller GottGeist, die durchsichtig offensichtlich verleugneten Leiblichkeit - Ungewusstes und Weiblichkeit.

Der Schakal als Aasfresser, steht für den Menschen in seiner ursprünglichen Widernatürlichkeit. Das war und ist die menschliche Natur an sich, die ihn weg von der Not erst einmal zum Aas hintreibt ('Histamin').

Der Mann, Araber + Jude, haben sich vom Schakal gegenwärtig und wider sich gegenseitig weit entfernt. Sie sind – zumindest nach der Geschichte Kafkas – alle vollkommen rein. Sie lassen beide das Tier vor dem Schlachten bluten, um es von Aas zu scheiden? Rein! in die Höhle der Narren und Spaßmacher. Sie lassen das Tier unendlich leiden für ihren Geist und ihre überhebliche Heiterkeit. Das also ist der Grund ihrer - 'Ausgelassenheit'.

Das Weib ist mehr noch Leib geblieben und daher dem Schakal auch näher als der oder dem Mann. Sie ist das von selbst blutende Tier. Sie blutet bei der Geburt und blutet Mond für Mond purpurn Leben aus sich heraus. Ihr Blut ist einfach raus und höchst rein und Leben und nicht der faule schwarze stinkende Fluss des Vergessens, der Tradition, das falsche alte Blut des Schächtens.

Die sprechenden Schakale sind wartende Mütter, die Frau somit in der verkehrten Hoffnung, zurück in der Zeit, verloren in Gläubigkeit, weiblich-leidige Entsprechung der falschen männlich-leiblichen Tradition. Das allein ist Glaube, ein falscher Sinn, nach hinten gerichtete Sinnlichkeit. Glaubt es mir, Leser und fromme Schakale des kalten Nordens, die Kälte hat euch das Blut konserviert. Was im Norden droben hoch kochen erst muss, wird im Süden einfach geräuchert.

Das verendete Kamel, der ehemals tragsame Geist, beladen mit Not und Habseligkeit, ist Aas und offene Lade, den sich hinschlängelnden Leibern die reine pulsierende Gier der blutigen Einheit, Wollust aller Schakale, zuckender Muskel am anderen Platz, auf dem Leichnam hoch zu Berg. Ein gewaltiger freier Tod ist aller Schakale ureigenstes Sein. Das ist wahre Reinheit allein, erlöst in hinterster Sinnlichkeit: der männliche Sinn schlängelt sich umständlich ins eigene Loch der alleinigen Einzigkeit.

Mit der kleinen Schere kann man doch keinem anderen Mann den Kopf abschneiden, sowenig wie man mit der Beschneidung einen Leib aus dem Mann herausholen kann, oder die Rippe für Evas Zeugung. Einen doppelten Brüller zeugt also die Kriegswunde am Schenkel des Alten Zeus (im 'Urteil'). Wenn das Weib nicht mehr breit ist, werden die Männchen wohl ausfällig da, wo es sie juckt. Wie es mich doch freut, wenn er vor Schmerzen jetzt schreit.

Die Araber scheren nur gerne mal sich den Kopf kahl, rutscht halt besser rein – bei der Hadsch - oder ab an anderen Männer (Ungläubigen vielleicht?). Sie holen aber gern mal auch wirklich anderen Männern einen Kopf (und so und so und so) runter mit dem Säbel beim Arschkriechen.

Jetzt bekommen die Schakale auch noch die Peitsche der Araber mit den Schnauzen zu fühlen: Hunde sind alle, die sich gegenseitig lecken? Unterwürfige Überhabenheit, alles eins. Schakale: Hunde der Wüste, streng zweigeteilt in oben und in unten – rein … mit dem Söhnchen in den Sack der hohen Mütterlichkeit, das alte Kamel wird es schon packen.

Was bringt die Schere, die die Nabelschnur trennt durch Übertragung der Wunde auf den Schwanz? und als Beschneidung eine falsche Verbindung in Ewigkeit zeugt? Die Schere hängt doch am Zahn träger Zeit nur, um das Reißen des Faden Schicksals der Langeweile zu unterbinden. Mann muss vom Weib gerissen sein in doppelter Hinsicht: ganz zerrissen und verdorben in Demut gelöst hinauf Wanderschaft zur Arbeit, zum Anschaffen also Für Sie: nur so wird der Leib zur ursprünglichen genötigten 'Menschlichkeit' wieder befreit. Komische Wiederkehr der Gleichheit.

Was macht denn der Leib in der Mitte, der Mann aus dem Norden? der Autor im Text, die unvollkommene Textleiblichkeit, die niemanden wirklich befreit - außer im falschen Fall vielleicht, wen oder wem, Versagen durch grammatische Sinnlichkeit - ? Kein Text erlöst, auch nicht der, der der Wirklichkeit und dem Leib sehr angenähert ist. Die Geschichten Kafkas sind traumloses Schreiben traumhafter Texte, Wirklichkeit bricht herein und der Autor wacht überrascht in seinem Leser auf?

Narr Hund und Kamel ist dieser Leser auch, wenn er die Schere der Deutung nutzt. Pollution. Heraus aus dem Text fällt er wie ein unrein verendeter elend verzweifelter Hund.

Unerhört ist die Bitte der Mütter, den Arabern den Hals abzuschneiden. Bei geborenen Halsabschneidern versagt jede Schere. Da schafft nun nicht einmal mehr einen Sinn unser Gott Autor Kafka mit seinen 'alles vermögenden Händen'. Auch er fasst den Araber am Arm beim End und holt ihm die Peitsche ab oder den Armen mit der Peitsche rüber zu sich.

Sind die Tiere nicht alle wunderbar lieb und unbegreiflich allgemein aller Hass und gleich sauber in jeder Metzgerei?


Übrigens:

Das Kamel von Leser ist auch am Ende beim 'Leichnam hoch zu Berg' (Jesus) mit seiner bedeutenden kleinen Schere (dem NT als blöder Bastelarbeit). Und der Führer strich kreuz und queer über die rechtgläubige Kristlichkeit: also von hinten und schwul. Und mit den Schnauzen auch durften sie seine Peitsche schmecken: Franz Kafkas Gruß nach Rom vielleicht. Er war ein Seher menschlicher Verwerflichkeit, allgemeiner Verworfenheit, sinnloser Leiblichkeit. 'Gute' Geschichten kommen also immer und immer wieder zu jeder Zeit.

Nun sind am End die Kristen die Schakale und das Kamel ist ihr 'Gott' mit dem an mehreren Stellen aufgerissenen Leib.

Heimlich stopft ein Weib sich manchmal ein Schwämmchen in die Spalte gegen den Hirnriss der Lächerlichkeit.

Im Schakal stecken nun allgemein miteinander leidig alle falschen Leiber. Sie halten aneinander sich die Waage (schekel) in der letzten 'Gerechtigkeit'. Eingeteilt sind sie sicher jetzt in Gute und Schlächter.

Der große Leib aber wird nicht befreit. Er ist nur der Berg am hinteren End und vorn die Oase. Auf dem Berg, der Pracht am Weib, richtet der selige Mann sein blutiges eigenes Kreuz nur auf. Und in der Oase ruht er gelegentlich Sinn los aus.

Das ist ein Ort seltsamer Begegnung von Mann zu Weib: die Oase ist ihr die absolute Ruhe in seiner Tauben Blödheit, eine fröhliche Enttäuschung der blinden Liebe.

Und der Autor fasst den Araber als den biegsamen Stift, die doppelte Feder, viel leicht und beendet die Schreibarbeit. Alle hassen wir ihn, brechen auf, gehen immer weiter – und manchmal zu weit. Adieu! geistige Impotenz, Verführte, so weit weg vom Sinn und von allen Sinnen in unendlich schnödschöner Langeweile.


Nachsatz:

Man muss erst die Geschichte der Menschheit anders sehen, den Leib fremd gehen lassen und den Geist neu erkennen und vor allem die Positionen und Stellungen der Geschlechter überdenken. Man darf nicht Sinn los sein und in Bedeutungen einer großen Körperlichkeit mit einfachem kleinem Gehalt stehen bleiben. Es entgeht einem sonst die Wirklichkeit. Jeder Sinn ist hohl und ein falsches 'Kreuz'. Die Wahrheit und Wirklichkeit ist ein leiblicher Berg am Weib und ein Kreuz darauf mit einer ganz anderen 'Hohlheit'. Je hohler das Kreuz, desto aufrechter der Leib - und tiefer der Rheinfall.

Ein flacher Buckel im Gelände ist der Mann. Sein gerades Kreuz ist eine Krücke, ein Wanderstab sein ganzer falscher steifer Stolz.