Traum ist eine Verbindung von Leib und Wirklichkeit, die passt. Träume sind also passende Gedanken. Gedanken sind ein simpler leiblicher Zustand, der keiner weiteren Klärung bedarf. Kein Traum besteht für sich und kein Traum löst den Menschen ab von der Wirklichkeit. Kein Traum ist Zeuge eines anderen Seins und keiner gehört in eine andere Welt. Ein Traum ist eine leibliche 'Äußerung' in dieser Welt. Der Traum ist eine lebhafte 'Äußerung' der Welt und insofern ihre traumhafte Erinnerung mir.
Gedächtnis ist Ding, Knoten und Unwahrheit. Erinnerung aber ist ein Sturz der Wirklichkeit in mich und reißt immer Knoten mit. Erinnerung ist Befreiung von Gedächtnis. Traum schreibt nicht Erfahrungen ins Gedächtnis, sondern wiederholt nachträglich Wirklichkeit und setzt sie wieder voraus. Er berichtigt die falsche Wahrnehmung. Das Bewusstsein in den Dingen erzwingt in uns ein Gedächtnis. Gedächtnis ist äußeres simples dingliches bewusstes Wahrnehmen. Gedächtnis ist so nützlich wie falsch. Gedächtnis ist Not am Mann und Fett an der Frau. Ein Erinnern am Tag schon erspart Wissen und beschert einen wunderbar leichten Schlaf. Schwerer Schlaf und schwerer Traum verarbeiten eine 'böse' Wirklichkeit und werfen sie einfach zurück in die Bewusstheit. Dort ist er wieder: der blutende Leib. Was brauchen denn Wunden in der Realität noch für eine weitere Deutung. Der leichte Schlaf ist fast ohne Traum und dieses bisschen Rest Leib wider die Wahrheit ist der 'große' Gegner, den die Analyse ins Reich der Bewusstheit mühsam verzerrt. Schön sind ihre Texte, herrlich wie der Gesang einer Maus.
Ist Psychoanalyse nicht einen Brüller wert. Applaus!, der hirnlosen Scheußlichkeit. Applaus!
Bewusstsein ist immer außer uns. Wenn ich nun die leibliche Grundlage des Denkens negiere, es als 'unbewusst' bezeichne, sie verleugne, dann fliegt der Leib mit der Einbildung des Äußeren. Das ist das Los aller Gebildeten, dass sie an ein Jenseits sich erinnern müssen, durch das sie geflogen zu sein meinen. Gläubige werden immer noch Gläubiger. Das ist gelegentlich ein tödlicher Irrtum. Da schlägt man im Buch des Lebens auch mal selber auf.
Kein Schreiben ist wirklich traumhaft und bringt den Leib zu Papier. Also opfert man sich. Aber wofür? Jedes gemeinsame Erkennen ist falsch und leer. Man mästet sich, schreibt die Wirklichkeit in sich nieder für den künftigen Hunger der Menschheit. Man will aber vielleicht nur gereinigtes Fleisch sein für die Wiederkunft in fremden Bäuchen? Eine andere Reinkarnation gibt es nicht.