Das ist nun ein ganz anderes Lied oder Leid: Du bist meine Liebe mein Leben und weil ich alles von Dir weiß, verlass ich Dich heut. Ich muss ein Vergehen sein an Dir und von allem und Du musst mir für immer verzeihn. Wir können kurz nur miteinander und auf Dauer grad ohne uns sein. Dein Geheimnis, oh Leben, ist: dass Du dauerndes weibliches Werden immer nur Dich selbst oder Dich in einer anderen liebst. Alles Blühen der Liebe ist Dir nur ein Bedauern und die Natur widerlich. Das Maximum der Annäherung ist die Auferstehung an der Rückseite Deines Leibes mir, an Deinem Kreuz, für den eigenen - NachTeil. Alle Denkwürdigkeiten sind Testament großer Männlichkeit, durch die bezeugt sich der wahre Mann als eigener Arsch am weiblichen Hinterleib. * Schreber hat sich verdichtet und auf diese göttliche Weiblichkeit demütig ein gerichtet. * Dein Geheimnis ist zweierlei: 1) eine grundsätzlich heimliche Schwangerschaft, ohne irgend ein Wissen des Mannes, mit dem Kind des Verführers - Heimlichkeit bedeutet in Bezug auf eine frei bestimmte Möglichkeit des Leibs einfach den Gegensatz der Unwissenheit 2) das Geheimnis der Übermenschlichkeit des Leibs: die Frau ist + kann immer reine Wollust sein und zugleich Sorge um die Wiederkehr ihresgleichen (das selbe ist ganz blöd verstellt die männliche Inkarnation: ein verdammter Betrug ist das!). * Darum hat der Mann wahrscheinlich auch keinen Willen für sich, statt dessen jedoch ein gewollt Ungewusstes, seinen Neid, das sogenannte Unbewusste und ein falsches Bewusstsein, eine bedeutende Absicht vielleicht. Sein Wille ist vornehmlich der eines anderen und immer gegen einen Weiteren Dritten (insbesondere sein im Willen loses Weib und deren Verbündete) gerichtet. Im besten Fall ist sein eigener kleiner Wille einer unter zahllos vielen, die die Frau für sich nutzt, zum Erhalt ihres Leibs gegen die Not der Zeit ihrer Wiederkehr in übermenschlicher Leiblichkeit. Dem Mann ist die unbekümmerte Lust und der unbegreifliche Wille des Weibes ewig verdächtig. Sie sind dem männlichen Verstand nicht zu fassen und der Vernunft entgegen. Es rollt dem Mann immer das Rad gestützt vom fremden Kreuz gegen die Richtung in der es sich bewegt. Weg vom Rücken dreht es ewig ihm sich und zurück. Er allein ist verrückt.