Mittwoch, 22. Oktober 2014

Vergnügen Wunsch und Neid

Nichts vergeht schneller als das Vergnügen der Reichen. Ihm fehlt der Leib. Es er/füllt sich im Wunsch des andern. Jeder Wunsch hat seine ScheinWirklichkeit im vergeblichen des anderen, im Neid. Neid ist nun nicht mehr grundsätzlich schlecht. Er ist die WunschWirklichkeit: er ist einfach beschnitten um jede Möglichkeit, selbst je Wunsch des andern zu werden.

Wunsch hat keinen Leib und will kein Leben. Nichts ist daher schneller am Ziel. Wünsche sind Raum ohne Zeit. Im ihrer Mitte ruht das Subjekt des Wünschens, das Nichts als Punkt in seiner beschränkten krummen Unendlichkeit.

Mann ist Subjekt und Frau ist Objekt des Wunsches. Er ist von ihm getrieben und Frau damit bekleidet. Mann vergeht mit den Zeichen selbst und erhält sich dagegen mit sinnloser Gewalt. An der Frau gehen die Wünsche erfüllt in sich nur vorbei.

Nur im Bild des Mannes ist die Frau voll Neid. Das ist ein Trugbild. Damit betrügt sich der Mann über die Unmöglichkeit ihrer Wünsche und sie – betrügt damit ihn. Frau ist nur Wunschobjekt und das Subjekt ihr Zweck, ein Vor- und Verführer der Ware, der genommen sein will.


Das Nichts ist nur die Leere des Wünschens. Und nichts wünscht sich der Mann mehr als das. Der Punkt als Zeichen ist doch offensichtlich nichts als der Grund der männlichen Endlichkeit. Von da aus fliegt er immer nur zurück durch Text und Zeit.