Sonntag, 26. Oktober 2014

Die menschliche UnHeimlichkeit

Was sind noch Unterschiede und was ist Hierarchie --- ohne leibliche Heimlichkeit! Nichts, nur Oberfläche Lüge Schein Theater Fernsehspiel Schauspielerei.

Der öffentliche Körper widerspricht sich. Der Mensch erkennt sich im Spiegel des Selbst und wird in dessen Schein zum Schatten einer ursprünglich viehischen Natur. Im Anfang war das Wort? des sprechende Tiers? Ein Irrtum ist das. Im Anfang war also die Tat? Auch die Tat ist nur schriftlich zurückgedacht und nie geschehen. Immer fehlt der wirkliche Leib.

Vom imaginären Schlusspunkt und Sinn aus windet sich zurück ein ewig sich drehender Kreis. 

Der Mensch wird aus der Leiblosigkeit durch die Wissenschaft, seine funktional saubere Entblößung, her ausgezogen am Ende. Er wird aus sich scheinbar zum Tier wieder gemacht. Dies 'Tier' ist ein falsches Bild, eine versteinerte und keine menschliche fleischliche Wirklichkeit. Der Mensch war seit der großen Not in sich widersprüchlich leiblich und nur dadurch frei, dass er sich selbst bestimmen musste: das ist der erste und letzte einzige große Zwang, dem der Mensch unterworfen ist und der das Hirn zur Seele, zum SprachSelbst gemacht hat. Not fordert Selbst und das Selbst verkennt sich notwendig. Nur die Not, der Hunger, erzeugt wieder leibliche Wirklichkeit.

'Werde, der du bist!', steht als letzte Forderung der Schrift zwischen Geist und Leib.

Dem Leser fehlt noch die Einsicht in die Geschlechtlichkeit von Text und Schrift, Autor und Protagonist. Wie räumt man bloß mit diesem Missverständnis auf?

Annähernd wahr und wirklich ist vorerst nur schreibend der gescheiterte Leib. Der Mensch verleugnet sich noch im Bild des unheimlichen sprechenden Tiers. So bescheiden will er nicht sein.

Sie die Tauben denn doof und die goldlockigen Löwen blonde Weibchen? Es sind nur unbedeutende Möglichkeiten.

Die Gleichheit im Leib des andern ist eine Ahnung der wahren menschlichen Natur – gegen jede funktional gefasste natürliche 'Sauerei'. Die Verwandlung Kafkas war keine Notwendigkeit, sondern nur eine unbestimmte, eine Verzauberung durch die allgemeine Unbestimmtheit des menschlichen Leibs.

Vor dem großen Hunger war die Unbestimmtheit eine Lebensnotwendigkeit.