Das philologische und philosophische GelehrtenGesindel geht doch davon aus, dass die Menschen schon immer zwischen Fiktion und Realität beim Schreiben unterscheiden konnten. Beides gehört in den Text und Schreiben ist nicht nur Werkzeug des Wissens und Mittel der Unterhaltung. Sie suchen und suchen nach den Quellen irgendwelcher Evangelien. Die liegen aber nicht geborgen daheim in der Schatzdose der aufgesparten Intuition. Es wurde anfänglich nicht gleich der Leib ausgeschieden aus dem Text und ein Autor beim Schreiben erzeugt. Das Evangelium ist kein Bericht, keine Aufzeichnung, sondern ein Blick durch die Augen anderer auf die Welt, eine briefliche Mitteilung im Grunde, eine GedankenSpiegelung in fremden Zeichen. In den Schriftzeichen hatte der Mensch also eine ihm rätselhafte zweite Welt. Das ist auch heute oft wieder so eine Falle des Selbst für das schreibende Gesindel im Netz. Die verwechseln Autorität und Leib und schreiben über eine andere Wirklichkeit. Gerade Menschen, die sich selbst nicht durch ihre Arbeit unterhalten können, erfinden sich häufig dort neu und im Zustand der Abhängigkeit (meist auch vom Staat). Dies ist die Botschaft der doppelten Trostlosigkeit. Im Christentum als der Staatsreligion an sich erfolgte die erste große Verwechslung von Wirklichkeit und realem oder WarenSchein. Realität ist WarenSchein und hat nichts gemein mit der leiblichen Wirklichkeit. Ein Weltreich zerfällt und hinterlässt ein System von Staatskörpern, die sich ewig bekriegen. Das ist aller Staaten Grund losen Seins. Der Krieg mit dem sich die Staaten begegnen, ist eine überallgemeine Abtreibung des Leibs und Bedingung der WarenKörperlichkeit. Die Welt der Waren und der entfremdeten Arbeit und allgemeinen Sklaverei ist nach dem Zerfall des großen Reiches geblieben. Wie blind muss man sein, um nicht im Opfertod des kleinen ChristenGottes die blutige Abtreibung der Leiber der einzelnen erwachsenen Menschen im Staat zu erkennen. Mitleid gehört als Deckmantel dazu, es ist simples Leid des Leibs im Spiegel der Zeichen, SelbstMitleid nur ist das, ausnahmslos - und reiner Selbstbetrug. Nietzsche tritt als leidender Leib in den Text neu wieder ein und bindet Gott als Hanswurst wieder an an Erden und macht aus GottGeist und JesusGespenst seinen Zarathustra als Romanfigur. Er gibt den Erlöser dem Text zurück, Jesus dem Original. Bei Schreber war Gott im Wahn und in der Anstalt zusammengezwungen und seine Spaltung Gottes (in Ariman/Ormuzd) war also keine Dichtung, die erlösende Verdichtung hinter den Mauern ihm widerlich und hinderlich der Befreiung. Es waren zwar schon die sich bekämpfenden Gegensätze der Zeichenwelt wieder da, hingewundert auf die Erde und hervorgezaubert aus dem Nichts, aber er wollte sich noch nur die blöde 'Normalität' durch ein neues System des alten Glaubens zurückholen und ärztlich hinterhältig damit verschreiben. Nietzsche als Schreiber erzeugt sich uns als neues Hirn über dem Textgespinst. So tritt auch Kafka ein in den Text als Leib und sein Schreiben im Urteil ist kein 'Erguss' am Ende und der Autor hat auch keinen dabei, sondern der Text ist aus einem Guss! Nietzsche war kein Gelehrter, kein Schriftsteller und kein Philosoph. Er war bescheidener TextBauer und ZeichenPflanzler. Er war Texter und Herr über ein System beliebiger Zeichen. Nietzsche muss man darum nur lesen. Schreber ist ohne Behandlung und Vergewaltigung durch Ärzte Pfleger AnstaltsPfaffen nicht zu begreifen. Nietzsche wirkt rein als Schrift Text Zeichen. Er ist ein GegenGift, das dem Körper den falschen Geist Gott entzieht und den Leib vom Gespenst des Glaubens befreit, die religöse Über- und scheinbare Nebenwirklichkeit in uns vernichtet. Der Hunger soll euch fressen und wer nicht richtig lesen kann, muss halt dran glauben. Jesus und Appollonius waren Haupdarsteller in BriefRomanen. Der Autor des einen Evangeliums war offensichtlich - das haben sogar die gläubigen Gelehrten erfasst - ein Schwachkopf, beim Autor des anderen ist die ganze Bildung der damaligen Zeit gut angekommen. Das Christentum hat besser zu den im Widerstand gegen das Reich wachsenden Staaten der Primitiven gepasst. Gibt es das Christentum noch? Vielleicht. Mir scheint, es ist unendlich weit im Geist geworden unscheinbar beinahe: es ist ein wesentlicher Teil der globalisierten hirnleichten Seichtigkeit. SchwachKöpfe aller Länder vereinigt euch. Hirnriss und Halsbeschneider. Eine ZeichenKrise ist selbstverständlich unvermeidlich und mag Krieg Hunger und Pest nach sich ziehen.
Was weiß einer, der vom Schreiben gern lebt, von Kafka und Nietzsche? Was beflügeln Tantiemen schon? ein abgetriebenes vergangenes Leibchen? die verlebte autoritäre Besonderheit eines Schriftstellers? Was decken die Scheinchen schon zu oder auf. Geschmier und bedeutenden Dreck.
Da kommen sie!, fromme LeseWeibchen zuhauf und kaufen sich angeführte männliche Selbstgefälligkeit. Im gelehrten Geschwätz fällt am Ende alles zusammen und - was bleibt? Koitale Müdigkeit. Die Leser(innen) sind sinnschwangerer worden und der Erfolgsautor ist ausgeflogen geschmiert und schamlöser verreist.