Sonntag, 12. Oktober 2014

Im Rausch des Leibs

Der Mensch hat keinen Willen. Er kann nur ein Tier nicht-sein-wollen, oder erstarren zu Stein. Der eigene Wille ist nur ein Gegenwille, gegen einen scheinbaren Willen des andern. Ich seh ja das Tier nicht im andern, ich sehe nicht diesen Geist. Der scheinbare Wille wird wirklich in der sich vom Subjekt lösenden Tat. Der wirkliche Wille ist des anderen Grab, Tod und die Tat ist sein Mal und unser gemeiner Stein für die Ewigkeit. Ich will nur nicht Tier sein, nichts sonst, bin nur ein Leib ohne Geist. Ich bin doch nur Leib und nicht die Tat voll und grau, dieses Grabmal. Bin der Seele Glück und nicht der aus einem Stein gehauene Geist. Alle Tat in Zeichen schieb und schreib ich nur weg von mir. Ich bin nicht ihr Herr und Schöpfer. Ich bin ein vollkommen verantwortungsloser und bescheidener Leib. Ganz unverantwortlich bin ich gegen die um mich einbrechende Welt und fallende Wirklichkeit. Ich bin mein einziger Leser. Nur Besturz will ich sein, Leib bin ich mit fremden Zeichen und ohne Schuld an ihrer Geschlechtslosigkeit der Menschen Unzahl und ihrem Abfall.