Sonntag, 27. April 2014

Von der Armut der Reichsten

Z. muss man nicht deuten oder gegen den Strich lesen, sondern von hinten her nehmen, nämlich vom vierten Teil, dem der Öffentlichkeit verschwiegenen, verborgenen, und diesen wiederum von der zweiten Spalte aus zurück in die ewige Langeweile vordergründigster Unheimlichkeit, der simplen Mitleidlosigkeit oder von der Wollust hin zur Lust und Lächerlichkeit. Es ist doch nur  e i n e   Höhle heimlich hoch oben im Gebirge, Gehirn oder Steiß, Speicher aus reinem Fett, GeSitz weiblicher Wahrheit und der Seele leiblicher Wirklichkeit. Der Berg ist kein grünes Hügelchen, keine kindliche Unreife und Unschuld. Er ist gewaltig und das Schluchzen der Erkenntnis dort ist tief gründig und steil. Weiter hinauf führt nur reines Leid an sich. Ganz oben auf den höchsten Höhen des Weibs - und jedes Weib hat davon mehrfach zwei, die sich gleichen wie die Backen der Freundlichkeit am fröhlichen Schein - kommt es zur äußersten und letzten allgemeinen Hochzeit des Leibs. Die Höhle dort ist geschmiert mit Z.s Honigseim, darauf fällt noch jeder höhere Mensch gern herein. Jedes Arschloch ist leicht mit Komplimenten oder Prüfungen aus sich heraus zu verlocken und über sich hinaus. Narren mit einem Haufen verstockter Ideale in der falschen männlichen Birne. Im Spiegel über euch habt ihr den eigenen Arsch. Leid der Verstopfung, Einsicht in ausweglose Falschheit. Falsche Närrinnen sind die höheren männlichen Menschen, deutlich im Weibsgewand, beleibt mit bauschender Schönheit und sinnlich erfüllt mit Nichts, Sinnsucht, Verlangen nach Nässe im Staub. Schwer bricht ihnen die Einsicht herein über die GewissenHaft ewiger gelehrter Gewusstheit und immer weiter nur gereichter sinnsaugender Blödheit. Z. - und noch weniger N. - ist kein Tier, das sich am andern sinnreich befriedigt. Er hat eine andere Lust als es, das Tier, sie will, er  i s t   eine, die mann wollen muss. Blüte der Pflanze. Im Vierten Teil steckt eine andere Weisheit, da fließt auch die Milch, die die Verstopfung eitler Hoheit erlöst. Ein Brei aus zermahlener Körner Wahrheit. Heraus aus der Höhle tritt mit der Erlösung ein großer Haufen - bescheidener Wirklichkeit. Der Nothschrei dazu ist ein Brüller der Lust und das Lachen schamhaft versteckt ein wertloses müdes inneres, eine Erinnerung nur an die wirkliche. VorLust nach Wollust. Das ist eine rein leibliche Wahrheit: das Mitleid ist das falsche Gegenteil der reinen Woll-Lust. Das ist der leiblich wahre und fleischliche Hauptgedanke! Jeder weiß doch, wie man Mitleid erzeugt: indem mann sich im Angesicht des Drecks der Armen, des hilflosen Blicks der Schwachen selbst befriedigt. Das also ist die 'Milch' der anderen Weisheit. Dagegen hilft nur ein 'komm komm komm' des Wahrsagers: komm! zur anderen Hochzeit. Parzifal ist das üble Gegenstück zum Z. und wird von den Schwulen der Welt richtig erkannt und auf dem grünen Hügelchen der Kindheit gefeiert: schwul und Päderast geht nicht nur in der 'wahren' Kirche einfach zusammen: das Paar kommt jedes Jahr zu Hauf nach Bayreuth. Wem alles gleich ist und sinnlos, dem ist eine HInter-Höhle identisch mit der vorderen Langweile der Wagnerei: und der Nothschrei wird als Schrei von Vergewaltigten zum 'letzten Schrei'. Wahrsager und blöde Bedeuter sind die Interpreten des Z., die in ihm und N. gelegentlich sogar einen harmlosen Schwulen oder gefährlichen Päderasten und Mörder und Schänder erkannt haben - wollen: die Schweine sind die versimpelten Deuter selber! Ich weiß um eure engen Hügelchen und Kügelchen und eure Lust an den naiv engen Engelchen. Unter euch werden noch viele Perlen geworfen. Erstickt doch daran! Aus Zarathustras Höhle kommt kein Perverser heraus, es fällt da nur mancher herein, der sich für mächtig und weise hält. Alle, die in ihr auf Steinen und Klötzen sitzen, werden Bauklötze staunen oder - sich einfach mit einem oder mehreren Stöckchen selbst von der Verstopfung befrein: heraus aus der Höhle des Z. kommt nach einem dreifachen Nein! aber: bloß eine Handvoll Hanswürste. Ein Narr ist Z. nicht allein, er ist Leib, dem alles Wurst ist, die Erlösung mit Erbrechen und Scheiß. Der Lustbrüller macht also die Morgenröthe vollkommen. Sie beschreibt heiß aller Backen. Der 'letzte Schrei' der anderen irgendwo in der fremden Ferne gesichtet, ist die schöne Verkleidung der eitlen Moderne, die Oberfläche der Wissenschaft, die allgemeine Anbetung der Taubheit, der nützliche unkontrolliert beschläfernde Koitus, die Blindheit aus lauter innerem Leuchten, Erleuchtung und Sucht nach dem letzten Hohlen aus noch mehr betäubendem Genuss: die Briefe an die Mutter verraten es. Glaubt denn wirklich jemand an dieses Turin? Turin ist als Stadt N.s letzte Krankheit! Dort hat man zum Zeichen der Falschheit Nietzsche noch ein fliegendes Pferd untergejubelt, einen zahnlosen Gaul, einen Betmann auch oder zwei (mit Overbeck), die ihn ins eigene Unglück zurück getragen haben, hinein ins dunkle Verbergen der engen Täler der Schweiz. Ein unbedeuteter Leib aber lässt sich nicht falsch 'erlösen'. Er setzt sich die Kappe des Narren auf, küsst noch den Verräter und singt im Zug schrecklich leiblich, er brüllt mit dem Quietschen der Räder und Gleise. Ihm sind ganz andere Rösser von dem Wagen gespannt: Parmenides Stuten vielleicht. Man soll doch nicht mein Schreiben für Spaß und Z. für Literatur oder freundliche Weisheit halten. Im ganzen Buch Z. steckt der ganze menschliche Leib. Der Leib ist ein unscheinbarer scheinfreier und ewig sich gleicher. Er kommt immer wieder in ganz unbedeutender Gleichheit als  e i n Fleisch  u n d  als  e i n  Geist. Es ist immer der gleiche Leib mit der gleichen Seele (=Hirn), der wieder erscheint. Er ist kein Prediger und kein Gelehrter, keiner der Wissen schafft und Religionen gründet, keiner der dämlich in sich einen Vorbeter spürt und also blöd nur reinkarniert und er ist keine aus der Luft gegriffene Heiligkeit. Z. ist der eine Leib, der nichts ist als große Gesundheit. Der muss textleiblich in der Beziehung der Geschlechter aber erst einmal noch richtig gedacht sein. Der ist nicht leicht unter Dach und Fach zu bringen: der besteht nämlich aus Armut und Hunger mit dem notwendig dazugehörenden höchsten ohne Fug mit Recht ausgleichenden allen gemeinen wollustigsten Sein. Er greift das Mitleid an mit seinen verdrehten Bedingungen und Sinnen und macht wieder Wollust daraus. Wie sich das frohleibliche Sein auf die Geschlechter verteilt, ist eine lange Geschichte: es ist die Geschichte der Menschheit und ein/Fall für N.s andere Weisheit. Ein Erlöser kommt in alle rein und er kommt auf der ganz anderen Seite heraus, das ist kein verstockter vernagelter Reicher: das ist nicht der der Kristlichkeit. Der Erlöser kommt allen hinten heraus, am Ende also bei den Armen. Es ist der wirkliche Erlöser des Leibs: den einen ist er ein Narr und den anderen zurecht der wirkliche Scheiß. Soll ein jeder seine eigene Wahrheit der Erlösung fressen. Mann wird es noch zur Gnüge schmecken, der eine als Wollust und die großen Bdeuter die nasse RD lecken für ein gemeinsames himmlisches Reich zu unseren bloßen HinterFüßen. Vielleicht.