Montag, 21. April 2014

Beweis 2

Behauptung:

Priapos war eine Frau

Beweis:

Der ist nun wirklich nicht schwer. So wenig schwer ist der Beweis, wie schwer auszuhalten der falsche Schein der Wirklichkeit. Lang und schmerzhaft ist nur die bescheidene Wahrheit. Kann nun also ein übergroßer Schwanz wirklich sein oder ist er nur Bildung und Schein? Der übergroße Schein des Mannes ist sein Gott als Ergebnis eines reinschriftlichen und gelegentlich widerlich mündlichem Ausgangs auch. Spuck es aus! Ritschel allerdings hat sich die mündliche Prüfung erspart (war da nicht ein pferdemäßiger Ausschlag am Behuf, dem männlichen 'kleinen' Nutzen und Zweck) und N. rein per großer Verarschung befördert. Da haben sich wohl zwei arme Schlucker erkannt. R.s Panik vor dem eigenen Schwergewicht war nur allzu groß in ihrer beschönigenden Deutlichkeit. Dahinter steckt doch wahre griechische Schönheit. Zurück zum großen Schwanz und nun mal ganz leiblich: den gibt es wirklich als Pferdeschwanz oder als KunstStück bloß anhängend am weiblichen Leib. In vergangener rein leiblicher Wirklichkeit - und ich zweifle nicht im Geringsten daran, dass es eine gab in der Geschichte der Menschheit -, war Priapos also ein Weib, nicht ungefährlich manchem auch, denn falsche Pferde, die treten und beißen unter der Maske - natürlich nur einen falschen hinterhältigen Mann [so kann ein Brustmuskel auch einmal reißen].

Übrigens: das Trojanische Pferd ist keine männliche List oder verschlagene Schlauheit. Es sei denn, man deutet Verschlagenheit einmal anders  m i t eines Analytikers 'dickem' SinnStift bei der Hand. Das Pferd ist weiblicher Leib, der mit den Kindern Verführter (Kriegern also) schwanger geht: eine schöne falsche Mähne hat es und einen wirklich giftigen Schwanz. Was ein Mal wahr ist bleibt auch klar: die schöne Helena, eine Blüte, die niemals wirklich be- oder geschnitten oder gar gebrochen war. Das also ist griechische Schönheit: Männer, die sich verführen lassen, den Großmächtigen und der Kunst, dem künstlich vergrößerten, dem größeren Schwanz unter Gleichen, den Arsch hinzuhalten, statt sich an den Arsch des Weibs in Bescheidenheit vorsichtig zu vergreifen. Die einsame Schönheit ist so mit das Ergebnis einer allgemeinen sinnlich-leiblichen  u n d  (un)sinnig männlichen Verarscherei. Mit anderen Worten für jeden verständlich – für Analytiker auch: 'übergroß' heißt 'winzig klein'.