Samstag, 26. April 2014

Der Esel am Thorweg

Es gibt die rechten und die linken Arme / Beine und dazwischen den mit Organen schwer beladenen Rumpf / Leib. Zu allem gut darüber gibt es ein passendes Hirn: die Betrüger im Geist nennen es den bösen 'Teufel im Leib'. Das Hirn aber ist der Vierte Teil und Hanswurst der die Wahrheit erkennt und nur seinesgleichen sie verrät. Wissen ist die Last der Dummheit, die man den Eseln abgenommen hat. Man wendet den Leib, raubt ihm die nun äußeren Organe, räuchert sie, gerbt ihm den Rest von Haut. Das dichtet wie eine gespannte Blase. Die Wirklichkeit wird verscheppert, Wahrheit zu Geist. Das Leben wird ausgeschieden und fault. Ein Sinn raschelt trocken unter der sie umblätternden Wissenschaft. Also ist der Vierte Teil die Auflösung des Autors in den Text. Zarathustra ist der Autor, der die Schrift abgelegt und seine Stimme wiedergefunden hat. Er ist Stimme und Stimmung. Inhaltlich ist er die Überheblichkeit, die mit der Thorheit fliegt. An die Bilder lassen sich Reihen anfügen, endlose kleine Deutungen oder Textleibchen. Die wirklichen Reihen haben eine leibliche Tiefe, die die wissenschaftlichen Reihen der WissensReichen nicht kennen. Die Wissenschaft frisst ja nur die Wirklichkeit und scheidet sie tot und faul als Wissen wieder aus. Bewusstsein ist gewusstes, wieder verlorenes Wissen. Gefeierte Autorität und Blödseligkeit. Der Text aber muss selbst ein entschlüsselter Leib sein, der Leibreihen findet. Er/findet die Wahrheit und reiht sie in sich auf. Die auftauchenden Leibreihen kann man aus der Ferne betrachten oder sich ihnen selbst mittig einverleiben. Die Eselei aus der Ferne ist in der Nähe der Thorweg der Wahrheit. In der Nähe ist der Tor weg. Verflogen vielleicht oder alles gelogen. Fremd geologisch und nur hingegangen. So also baut man eine Flugraummaschine?! Die fremde lächerliche Hochzeit wird nah zur eigenen höchsten Zeit. Wie macht man aus so einem Viereck einen fliegenden Leib? Mann muss sich als Sinn ausnehmen, seine Autorität abschaffen, sich mit dem Texleib noch zerlegen: Leib zum losen Text nur mehr sein. Ein Buch hat also einen Einband, Sinndeckel und -verschluss, innen ein Paar loser Blätter, Flügelchen mit einer Marke angemessener Sinnlosigkeit. Übrig bleibt also am Ende das flüchtige Töchterchen, das kaum mitgezählt wurde, die wirkliche Lebendigkeit zum mir fliehenden schwindenden alternden eigenen wirklichen Leib. Unbegreiflich sinnlich.