Sonntag, 27. April 2014

Allein II

Ich bin einzig und absolut allein. Mir ist der eigene Leib und jeder fremde allgemeine und die Textleiblichkeit völlig egal. Es gibt Pflanze und Tier und der Mensch geht doch nicht darüber hinaus! Er ist ein Tier als Sprachleib und Text und Zeichen und als wirklicher Leib ist er nur zurückgefallen und steht auf halbem Weg nun zwischen richtiger Pflanze und wirklichem Tier. Als Tier ist er Wille und Hunger und Not. Als Pflanze ist er Wollust, die große Lust vom tierischen Willen befreit. Seine Wollust ist die blühende Glut, die ein Tier auch hat gelegentlich seiner Verpflichtungen, aber nicht kennt an sich. Die Erkenntnis der Lust wirft den Menschen gegen den Willen des Tiers auf eine Zwischenstufe zurück. In der reinen Wollust für sich und mit ihr allein ist der Mensch nun die erkennende Seligkeit allen Lebens. Wenn sich also Mann und Weib 'erkennen', so hat das nichts mit der Beischläfrigkeit zu tun, sondern es ist ein gemeinsames willenloses Erwachen von Menschen im einzigen alleinigen Selbstgenuss. Das also ist das höchste Sein und Gut und nur mit Not ist es zu ertragen. Mit anderen Worten: zur absoluten leiblichen Seligkeit gehört notwendig der Hunger. Unterschiedlich jedoch für Mann und Weib! Wer das vollkommen an sich begriffen hat, weiß nicht mehr was Bewusstsein ist und Geist. Das eine ist ihm Betrug und der andere die reine schwachsinnige AllGemeinheit.