Es gibt Menschen die das Lachen teilen können (nicht sich teilen dabei und mitteilen): die haben ein heimliches Lachen in sich und nach außen ein unheimliches Brüllen. Auf viele wirkt das befremdlich und sie bezeugen dem Autisten Distanz. Der Abstand zum Autisten wird von uns erzeugt. Ihm sind wir egal, er aber ist uns unverzeihlich unbegreiflich. Unser Mitleid ist es, das ihn von uns entfernt, ihn abstößt an und von uns. Abstoßend ist doch diese schreckliche Normalität. Die Autisten sind leiblich gespalten und haben ein Lachen nur geteilt, das ansonsten den eingebildet ganzen Menschen zerreißt, hin- und herreißt und -schüttelt. Sie haben das überwunden und abgestreift. Wir lachen und wissen nicht wie und oft nicht warum. Wir lachen, weil wir unseres Leibes beraubt sind und fremde Leiber uns rauben. Leibeigene anderer sind wir und Fremder Leibeigner. Wir lachen im Geist von der Leibeigenschaft befreit. Das Lachen ist unser leerer Wunschtraum der Freiheit. Die leere Lust schüttelt uns, die Schadenfreude, die Lust in des anderen Verlust. Der Autist lacht nicht mit. Er lebt nicht in unserer Lüge und Falschheit. Sein Lachen ist zerfallen in die leere Lust, die in ihm schweigt und einen Brüller, der ihn von unserer Falschheit befreit. Seine Äußerung ist ihm Wollust. Sie vernichtet ihm den lästigen Unverstand. Seine Äußerung ist eine der g r o ß e n Wollust, die immer nur den Leib ganz zurückverweist auf sich allein. Manchmal ist der Brüller offener Leib, er umfasst dann einen Verstand mit, der sich von sich befreit und ist dessen Umdeutung des verlogenen Geistes, dem neuen Unverstand mit vertrautem Leib auch vertraulich zugeneigt. Man umarmt sich unvermittelt gelegentlich in mitleidloser Herzlichkeit. Es umarmen sich dabei Verstand und Leib, als ob sie einander fehlten und keinem fehlt mehr etwas sonst. Einer wendet sich wertet um und der andere dreht sich ihm hin und flüstert leis lachend: ich liebe dich zwischen sinnlos und peinlich lächerlich. Der andere greift dann wie zum Lohn die Einsicht der Aufteilung von übermenschlich leiblich dichter Wollust und leerer geteilter Lust. Beide wissen endlich, dass sie sich bald trennen und verwechseln müssen. Der eine wird gespalten wieder in Sinnlichkeit mir unsinnige Mitteilung und der andere hingerissen an einen Sinn, der nur mühsam sich aufrecht erhält.
Mühsam richtet der Mann sich auf am Leib seines Weibs. Das ist nur eine Wahrheit die weh tut: dass der Stock des Äskulap und Ödipus Dreibeinigkeit am Abend ein entwendeter Leib sind.
Die Sphinx ist das Rätsel selbst, denn sie i s t der geteilte Leib. Frau mit anhängender männlicher Vierbeinigkeit. Ödipus ist der verstellte Verstand. Dem Dreibeiner ist der mittägliche Halt entrissen. Der hat nicht die Lösung.
Der um den Stab gewundene Leib, steht für die Leere der Lust. Die Schlange ist nicht falsch, sondern eine Fälschung. Der Stab ist auch nicht die Stütze der Lehre des Mannes, sondern in leiblicher Betrachtung ist es die Stütze der Frau, an der sich der Mann hochzieht. Leiblich und urmenschlich ist die Schlange das verschränkte Bein (zum Schutz vor der Not der Schwangerschaft).
Übrigens: die Regelblutung bedeutet vielleicht urspünglich ebenfalls Leben statt Not. Das schamhafte Beinverschlingen gehört zum männlichen Unheil, das des Lebens Morgenröthe mit der Vorstellung von Unreinheit verbunden hat.
Was ist eine Scheidung?: eine Frau, die wieder getrennt wurde von ihrem männlichen Unglück und nicht länger sich aushalten muss zwischen unsinniger Bewunderung und Vergewaltigung. Sie darf wieder lachen und einfach gespalten sein zwischen Leib und nachsorgender Männlichkeit. Sie will keine Vorsorge mehr haben und nicht Fürsorge sein. Sie sorgt nur für das nächste Vergangene hinter sich und viele Männer für sie künftig vorher. Sie beziehen nur noch wollüstig sich aufeinander. Auf den Riss der Scheidung folgt notwendig die Wollust und eine lustige Not. Das ist der Anfang der Geschichte der Menschheit. An einem Doppelspalt scheidet der weibliche Leib Wahrheit von Wirklichkeit.