Mittwoch, 10. September 2014

Wille und Widerwille

Der Mensch hat keinen echten Willen. Die Natur hat einen. Der zieht sich vom Menschen zurück. Die Blume zieht sich vom Samen zurück, der Samen vom Nektar und der Nektar vom Schmetterling. Der Schmetterling fliegt und verzieht sich in sich. Es gibt im Tier der Pflanze Natur sich den Samen zurück. Die Natur erspart sich das Knospen im Mann und bewegt sich rückwärts willentlich. Mensch wundert alles hin - und er gießt sich.

Der Mensch als Pflanze ist ganz wie der Wille der Natur, ÜberWinder der Zeichen.

Mensch hat gelegentlich aber auch einen natürlichen UnWillen in unwissentlichen sinnlichen Ergüssen des genötigten Leibs. Der UnWille des Menschen ist dann ein Zurückhalter, der ihn von seiner WiderNatur beinahe befreit. Sein UnWille selbst ist nicht widernatürlich, sondern unnatürlich oder natürlich widermenschlich. Daraus folgen in Armut und Bescheidenheit die beiden letzten wieder natürlichen und wider willigen orgastischen Unmöglichkeiten des menschlichen Leibs. Das sind die SamenErpressung der Frau, die Gewalt nichtwill, und des Mannes, der nur einem Widerstand nicht widerstehen kann.

Die Natur hat am Menschen selbst einen Willen: den aufrechten Gang und den sich damit verhütenden weiblichen Leib. Sie oder er zieht sich vom Mann zurück. Was bleibt dem Mann dann? Ihm bleibt ein Staunen, vergeblicher Wille mit leerem Bewusstsein, der unbewusste Widerwille gegen Wahrheit und Wirklichkeit.

Die eine Erfüllung der Frau ist die von der Pflanze genommene blühende Glut. Manns Genuss dieser unirdischen Schönheit ist nur ein vorübergehend wohltuender Hauch und Husch in der flüchtigen Begegnung mit ihr ein raschwelker.

WeiblichE Jakulation: Tau Frische Feuchte Lose Gedanken Fetzen, die in Ermanglung heiligenden Geistes Klebstoff buchstäblich unbefruchtet verrissen werden vom wechselnden Wind.