Was ist ein Schreibkrampf? Eine fremde Korrektur des eigenen Schreibflusses. Es kommt ein Schein zu Gedanken. Begeisterung lähmt. Geist ist der fremde Zwang, der die Gedanken befällt und an Hand Gelenk harte Wirklichkeit wird.
Was ist Schreibfluss? Ein tauber langweiliger Sinnerguss. Die Verführung durch das fremde Sinnliche zum eigenen Sinn. Einsturz in den schriftlichen Übersinn. Übermenschliches Ende der Schreibens durch Verwandlung Verkleidung Veröffentlichung.
Schreibkrampf ist männlich und Schreibfluss nur der über das andere Geschlecht hin fließende Sinn.
Der Interpret hat nur ein äußeres Geschlecht, ein abstraktes eigenes oder keines. Ein männlicher Autor hat einen weiblichen Interpreten, der neben ihm steht und sachlich Sinnloses schreibt. Der männliche Interpret wiederum wiederholt nur den Text oder verkürzt ihn um sich einer falschen Weiblichkeit zu ergeben. Für ihn hat der Textleib gar keine fassbaren oder nur männliche Eigenschaften. Die Interpretation wird sinnloses Lallen und das weibliche Geschlecht im Text besteht aus Boden von Satz -:- Schwanz mit Wunscherguss.
Sinnlos ins fremde Schöne soll Mann aber eintauchen oder an ihm ein sich entstellender Mangel sein. Sinnlos ist die endlose ermüdende Assoziation und der Mangel ist ein Formfehler der Sprache. So geht Textleiblichkeit, Schreiben des Schreibens über Fremdes.
Text ist der weibliche Leib, dem der Schreibkrampf dient und von dem dem Mann der Sinnfluss genommen wird. Drehen und Wenden: der Leib versteckt unter dem schmucken Gewand den eigenen losen Ausfluss vor dem fremden Geist die eigene wollüstige Sinnlosigkeit.
Was ist ein Krampf? Der Selbstbezug, in dem blöde BDeuter im Ende des Urteils von Kafka einen Schreiberguss zu erkennen meinen. Da übersehen sie die spiegelnde Oberfläche. Der Sinnerguss ist nur der eigene beim deutenden Schreiben + der Interpretation, die an den Text des andern gestellt wird. Der Fluss in den der Sohn sich stürzt ist nicht die Ejakulation sondern der TextGuss. Der Text ist aus einem Guss wie der weibliche Leib bei der Abtreibung des Lebens durch den FruchtWasserStrom oder einfach die DauerJakulation bei der ganzen weiblichen Wollustigkeit.
Das geht dem KleinGeist zu weit.
Geistige Trockenheit saugt fremde Sinnergüsse auf macht sie zu Überfluss der Text mitreißt. Dynamit ist der Text, der sich selber sprengt. Der Text ist das Kleid über dem Leib. Das Kleid zerreißt, nicht der Mann den weiblichen Leib. Der Leib wird vom Panzer befreit. Der Interpretation fehlt immer das andere Geschlecht: sie kann nicht selbst auch das Dritte sein. Objektivität verhindert Eins Sehen und EinTauchen. Eine einfache(re) Einsicht gibt es (leider) nicht.
Für die Frau ist es schwer, das andere Geschlecht zu begreifen, für den Mann ist es ganz unmöglich. Die Frau kann sich vielleicht den Mangel vorstellen als Umkehrung der Gnade und Korrektur der Falschheit gewendet zum eigenen Leib. Der Mann kann in seiner Verkürzung zur Mittlerrolle die Vollkommenheit noch nicht einmal ahnen. Er kann nur Anteil haben an fremder Vollkommenheit oder im Schmerz danach suchen. Er findet viele Transportmittel aber nicht das Ziel und Ende der ganzen Wahrheit.
Gibt es nun also eine dunkle Traumeinheit von Mann und Weib? Ein Gegenstück zur Chimäre?