Mittwoch, 17. September 2014

Endlich Zeit

Endzeit im Erdparadies: wenn eine große Allgemeine Frau jedem Glauben abschwört und zahllos Ungläubige Männer zur losen Ehe verführt, wird ein neuer Tempel errichtet als Zentrum der Menschen Gemeinde auf Erden und ein großes Opfer aus dem Jenseits der fremdbestimmten Arbeit zeugt dem Leib einen eigenen Anteil an der Quelle des fruchtbaren Heils. Die Arbeit am eigenen Leib hebt dann allso die scheinbar paradiesischen Zustände einer arbeitsteiligen WarenWelt auf. Der Tempel ist ganzer großer Leib, auf dessen Altar der großen Wollust die kleine Lüste geopfert werden müssen. Die Beschränkung der gemeinsamen männlichen UnLust gehört zur großen Einen Lust des Weibs. Anfang und Ende zugleich: Schöpferin sich schaffender Weiblichkeit. Die Geburt eines kindlichen Erlösers wird damit eine zufällige Nichtigkeit. Aus der Null wird Eins. Ende der predigenden Verlogenheit. Das ist die Wendung des Altarsteins. BlutSturz vom Drei- über zum Vierbein. Ein DreckDeckel darf er Mann wieder sein. Und das allein ist das Abendmahl des endlich wirklichen leibhaften MenschSeins, wenn der zeugende Mann stellvertretend für das Kind abgetrieben zerrissen und von allen gefressen wird. Mann wird vom Kreuz des Weibes genommen verführt und hingehängt zum guten Schluss an das eigene, Tod zwischen Unschuld und SelbstVerschluss. 'Marana tha', rufen die Weiber im Chor, 'Herr komm wohn uns bei und gib uns dein rohes Fleisch für einen zarten neuen Leib'.