Samstag, 27. September 2014

Das geflügelte Tier

Die Erde weiblich ist Fruchtbarkeit, der Himmel männlich Mangel daran. Mit dem Wind nimmt der Himmel den Samen der Erde und ihrer Pflanzen auf, trägt ihn fort. Der Himmel muss mit der Fülle der Erde überwunden werden, überwachsen, damit er der Erde den Samen und Wasser zurückgibt. Durch die Trockenheit der Luft und des Himmels wurde der Erde das Wasser genommen und der Samen entwendet. Sprache bildet sich aus Mythen des Leibs. Der Mensch hat, was das Tier ist. Er lebt in dem, was das Vieh frisst.

Wenn die Sprachzeichen sich in Objekte verwandeln, die selbst wieder Zeichen tragen und zeugen, kommt der Mann, der sie schaffen musste, in ihrer Gewalt daher. Wenn der Mann so regiert, wird der Himmel Gewaltherr. Das ist die Zeit der Herrschaft des Drachen, märchenhaft endlich und widernatürlich.

Wenn die Ware regiert, wird der Drache des Herrn zur bösen Schlange am Weib. Die Falschheit wird durch Projektion des männlichen Selbstbetrugs auf das Weib zu Falschheit und Sünde. Widernatur wird Übersinn. Der Drache muss nun überwunden werden für den Eintritt in ein Himmelreich. Damit ist ein Maximum der männlichen Blödheit erreicht. Der Mann wird gut und gerecht und dem Weib sinnlos gleich - in einer SpiegelWirklichkeit: Objektivität und Realität. Vor dem Spiegel steht wie im eigenen Traum der Mann aus der Vorzeit in vollkommener überviehischer Hässlichkeit. Ich. Kein Tier könnte jemals so grauenhaft verkommen und unscheinbar durchsichtig hässlich sein wie das Gegenüber des modernen Mannes im Spiegel. Alle Männer sind jetzt gleich minderwertig und alle auch in uniformer Verkleidung. Uniform ist der Wunsch nach Schönheit und kopiert Merkmale des weiblichen Körpers: höchste Männlichkeit ist affensichtlich deutlich oberflächlich bestimmt von den Geschlechtsmerkmalen der Frau.

Der Drache, der zum Schluss mit dem Weib kommt, ist nicht der Teufel, sondern wieder rein leiblich. Er kommt als Hunger, der Menschen frisst. Er ist das Ende der Staaten und der Mächtigen Reichen. Gelobt sei also die kleine Armut der bescheidene Mann gesegnet die Erde, die dem Himmel das Wasser nimmt.

Schmetterling Drache Schatten Wolken sind männliche Wesen und nie von der Erde abgeleitet. Sie tragen der Erde Samen Feuer und Blitz Donner überwindet sie. Erde und Wasser sind weiblich. Die Erde allein ist ewig und beständig. Das Wasser ist beweglich und wird ihr geraubt und muss wiedergeholt werden. Der Mann ist nicht menschlich. Der Mann ist Tier und das fremde GeistÜbel wider die weibliche Natur.

Die Erde ist Gegenwart und ganz ohne Zweifel älter als das All, das nur kommt / vergeht. Kommt vor dem Spiegel also die Vergangenheit und geht dahinter die Zukunft?

Biss der Natter: der Drache steht im Verhältnis zur Schlange, wie der Himmel zur Erde oder der Schmetterling zur Blume und Blüte. Samen- und WasserTräger treten hin an eine fruchtzeugende und -gebärende Erde. Die weibliche Erde ruht in sich und der männliche Himmel wird bewegt von einem fremden Trieb um und zu auf den eigenen Mangel.

Der Mann, der sich vom Vierbeiner erhebt ist immer noch nur ein Tier, Wurm mit GFlügel, Eros. Er wird nie ein echter aufrechter ZweiBeiner sein.