Sonntag, 17. August 2014

Verstand und Vernunft

Verstand ist geglaubtes Regelwerk, künstliche Ordnung, die Herrschaft durch Gewalt aufrechterhält. Die Vernunft ist die politische Grundlage dazu, der Absolutismus des Denkens. Zum Absolutismus gehört die Rechtfertigung der Vergewaltigung durch den Glauben. Gott als Grund erzeugt also jenseits des Regelwerks Unrecht. Unrecht erfordert sowohl Gewalt als auch übersinnlichen Grund. Der Nachfolger des absoluten Herrn ist der blinde Narr, der sich gläubig ergeben selber verführt: ihm ist der Glaube die höchste Vernunft. Herrschaft des Volkes, blinde Narretei. Hat man die Vernunft überwunden, muss man auch den Verstand des Äußeren aufgeben. In der Welt der Waren gibt es keine Vernunft, sie erhält sich uns allein noch aus sich selbst durch ihren Verstand. Wir schulden den Waren Glauben. Da kommt unsere Verstand also her. Rest von Vernunft ist Glaube als VerstandesSchuld. Solange der Mensch vernünftig ist und seinen Verstand benutzt, begreift er sein Denken und Handeln nicht oder nur unvollständig und verdreht. Die Volksherrschaft hat noch einen Rest göttlicher Bestimmung bei sich. Der Rest will beseitigt sein und das Volk frei. Der Mensch wird alle Grenzen fallen lassen und frei werden von beschränkter Vernunft und falschem Verstand. Aus dieser dünnen Hülle, die unsere Sinne scheinbar gleich zusammenhält und wirklich noch beschränkt, heraus schält windet sich unser Leib wie die Schlange aus dem Ei die organische Vielfalt hinter den Sinnen - muss er noch nachgedacht werden.

Vernunft ist eine rein politische Sache und beginnt da, wo der zerrissene männliche Leib beginnt, den großen Leib der weiblichen Gemeinschaft zu zerlegen. In dem Moment verwandeln sich die Gemeinschaften in Gesellschaften, die sich überlagern. Durch die Überlagerung entsteht der Raum der Vernunft. Die Welt als Leib kennt keine Regel, keine von innen und keine von außen. Sie ist der Verstoß gegen die Regeln der Natur des Herdentiers. Der Regelverstoß ist dem Verstand nicht zugänglich sondern nur bildhaft beschreibbar. Er ist ein ZwischenDing, ein Übergang vom Tier zur Maschine, vom Kampf ums Überleben zum Krieg, von der Fortpflanzung zur ReProduktion von Besitz und den davon Besessenen. Die Besessenen sind die Bürger. Sie haften mit ihrem Leben für den Bestand von Gott Glaube Gewalt. Vernunft ist die Organisation des großen Betrugs und am Verstand der Dinge Maschinen haftet der Mensch in seinem scheinbar unbändigen Denken.

Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit: allein die Brüderlichkeit scheint mir - mit großem BeEkeln - denkenswert: mit falschem Lachen gemeiner sicherer Selbstbefreiung kriecht ein gläubiger Hund als Führer gleich unter gleichen braven Bürgern rückwärts ergeben sich hin und zieht Heer damit über bettelnd himmelweis willige Hündinnen Liebe kreuzspreitz dienernd beim Anblick des hehren Gelüx. Gemeinparasitäres BürgerWohl. Hohle Lustigkeit. Frohgebotschaft: ein Erlöser des allumfassend mächtigen Mangels wird euch hemmungslos bescheiden in Hunger und Not wunschlos im größten Unglück bald zu höchster Leiblichkeit ungewusster Wollust befangen.