Montag, 18. August 2014

Entfremdungen

Schmarotzer haben keine Arbeit, sondern nur einen Beruf eine Berufung berufliche Tätigkeit die sie mit Liebe verrichten.

Der rechte Arbeiter schafft nicht mehr als die Mittel zum Leben sich spielerisch ein wenig überzeichnet vielleicht mit etwas Schönheit für den Genuss an sich.

Der Überschuss ist höchstpersönlich und nicht veräußerlich - sondern wird allenfalls hingenommen als unbegreiflich sachlich. Schönheit hat keinen Wert und will nicht besessen sein.

Die Arbeit ist zugleich das Produkt.

Geld ist kein Mittel zum Leben.

Geld steht für die ausschließliche Mitteilbarkeit der Tätigkeit, die Verschiebbarkeit des Werts der Arbeit.

Die Arbeit hat einen Wert an sich nur für die, die uns um das Produkt die Ernte den Erfolg betrügen wollen.

Zum Wert gehört die grundlose Schönheit, die keinen Bezug zum Leben hat. Liebe gehört nicht zum Leben. Liebe erträgt schon den geliebten Gegenstand kaum und wird durch die Erwiderung zur Verzweiflung. Gegenliebe ist offensichtlich enttäuschend - verwandelt sich in unerfüllbare Begierde. 

Die Liebe zur Tätigkeit ist eigentlich also die Liebe zur Vermittelbarkeit der Tätigkeit des andern - und damit Grundlage der Ausbeutung.

Liebe hat mit Schönheit nichts zu tun. Schönheit muss für sich sein. Schönheit ist nicht teilbar verschiebbar und mitteilbar. Sie befriedigt das Selbst. Sie befriedigt den Schöpfer in seinem Produkt. In ihr nähert sich der Gegenstand im Ganzen der leiblichen Vollkommenheit. Er dringt ein in den Leib.

Über die Schönheit nimmt das Produkt der Arbeit die Begierde auf und die Arbeit wird dadurch leichter.

Lust ist gestohlene Schönheit und also immer enttäuschend in Ermangelung des Grundes der wollüstigen Begierde. Der Ausbeuter und Schmarotzer eignet sich nicht die Mittel zum ÜberLeben an, sondern das Geld als Mittel der fremden Arbeit die von der durch die Arbeit geschaffenen Sache gesonderte Vermittelbarkeit. Lust reicht ihm also nie und nur der maßlose Überfluss erzwingt ihm  - den Genusserguss.