Donnerstag, 14. August 2014

Ich

Es spricht und Ich schweigt.

Wer mit den Dingen redet, gilt als Schizo, wer über sie redet als vernünftig.

Wenn man über die Dinge redet, werden die Dinge schriftlich, und also gemessen bewertet werden sie uns überwältigend von sich aus.

Der Mensch ist niemals Herr des Sinns, vor allem dann nicht, wenn er sich als solchen bezeichnet.

Wer sich als vernünftig bezeichnet ist gefangen in der Neuzeit.

Wer meint, der Leib besteht aus lauter gleichen Teilen mit unterschiedlicher Funktion, für den haben alle seine Teile ein Gewicht für sich und zusammengenommen einen gemeinen Kilopreis und dem ist der Körper ein Begriff für sich und grenzenlos weit.

Wer den Leib in Funktionen denkt, der glaubt, die ganze Welt auch damit zu haben zu fassen zu sehen. Das ist der Glaube der Schrift auf Papier.

Ein Körper, der Sache ist, immer einem anderen gehört, Gegenstand ist der Betrachtung, braucht einen Geist, der über ihm schwebt. Der Geist ist die große Dummheit, rechtfertigt die Untersuchung, bezieht sich aber nie mit ein. Zur hohlen Funktion gehört notwendig die göttliche Arroganz.

Paulus war ein Idiot, gefangen in weiten Gedanken draußen in der Welt der Waren und Zeichen der Schrift des Geistes. Reiner Sachbezug Impotenz. Dort findet Mann sich und sein Ich und Es trifft einen dafür der Schlag (eines Engelsflügels oder -füßchens vielleicht). Zur Heiligkeit gehört der Teufelsfuß.

Das Ich ist immer Resultat eines Schlaganfalls, der mal eines andern Buckel und ein andermal einen selber trifft am Kopf.

Engels Faust - Esels Tritt. Der Engel schützt den Geist vor der Klugheit, der Esel den Glauben in der Mitt' zwischen Überzeugung und Freiheit.

Es gibt keine Erleuchtung über die hellen Dinge der Wahrnehmung hinaus. Das Ich gehört zum Untergang der Dinge im Krieg und ist als Folge des dazu gehörenden Untergangs des Leibs als Ding selbst nur ein sinnloses Leuchten im Geist Verglimmen der Wirklichkeit. Die schöne einfach gewollte Lust Wollust dabei, der vorgestellte Orgasmus an sich, ist das Glück der andern. Das Ich als Herr im Geist kommt aus einem dinglichen Abgang des Leibs. Welt in rück- oder widerwärtiger Sicht. Der Leib befindet sich als Körper im äußeren Gegensatz mit den Dingen und erzeugt analytisch, als Folge eines dinglichen Selbstbezugs und Widerspruchs in und an sich, das Ich, des Geistes Verfall blöde Selbstherrlichkeit. Das Ich ist Wendung der Seele nach innen auch, Hirn Denken der Welt entfremdet. Leiblich richtig erfasst, ist das Ich ein Kurzschluss der Seele. Das Hirn wendet sich dabei allein an den Leib. Hirn Herz und Magen drehen sich um - sich. Das Ich ist der dann beinahe fest stehende Leib, ein Körper in ErektionsStarre fast.

Wir brauchen ein Sprechen ohne Ich. Ich-Stärkung ist Stärkung der Dinge und endet mit Gewalt. Ich vergewaltigt immer andere mit Sinn - und Sinn los sich.