Donnerstag, 5. Juni 2014

GlaubensSätze

Der Mensch ist eine zufällige Schöpfung der Not der Natur. Die Ehe regelt nicht die Not. Sie ist eine Sache des Überflusses. Überflüssig ist sie selbst und vernichtet die Wollust den menschlichen Willen zum Leben. Der Mensch hat einen Willen über dem Leben. Der Überlebenswille ist der Wille zur höchsten Lust. Die Lust selbst will im Menschen gewollt sein: Wollust. Der Wille ist eine Mangelerscheinung. Körperliche Arbeit ist der Wille zum Leib. Der Leib öffnet sich die Welt. Heiligkeit wunderbarer Enthaltsamkeit ist reiner herrlichster leerer Unsinn und absolutes göttliches abstraktes Recht ist wie die reine Rechnerei natürlich völlig unnötiger Blödsinn. Verfrühte Kindlichkeit mit natürlichem Abgang und Überreife des Weibes Wollust ungebändigte Gier und Leben als willentliche Bewegung des Leibes auch hin auf ein simples Ende sind --- für den Gläubigen die Hilflosigkeit und lose Unreife des Kindes Liebesdürftigkeit die Sexualität verbunden mit Ruhe und stillender Taubheit und ein Tod als Preis der Untauglichkeit Impotenz des Vergewaltigers und Lohn der Verschuldung oder des Glaubens an ein Recht des andern am eigenen Leib. Glaube ist nichts als der Kredit der Mächtigen und Reichen untereinander. Reichtum ist der Kredit den der GroßMächtige seinesgleichen erteilt. Die Schulden sind eine aufgezeichnete Erblast der Ohnmächtigen. Das ist des Glaubens wertlose andere Seite. Dem Schwachen werden die Schulden der Reichen zur ausgezeichneten Sündhaft höchst grausam erteilt.