Montag, 2. Juni 2014

Das Kind im Weibe

Es wird kein Urvater geteilt und verspeist zur letzten MahlZeit am letzten guten ErdenTag. Es ist das abgetriebene Kind, das zum Symbol (Brot gebrochenes für erbrochenes) und göttlicher Unsinn wird (Abtreibung/Auffressen wird zu Umwandlung: zur Verdichtung von wirklichem und symbolischen Verzehr: Rückgeburt durch den Schlund wird Wiedergeburt) einerseits \ andererseits wird von den blöden Bedeutern des Abendmahls ersatzweise und zur Deckung der Lüge die Frau als Mutter real zerrissen gefressen vergewaltigt verstümmelt aufgerissen. In der Vorzeit wurde das Kind fallen gelassen verloren, ab Beginn der patriarchalen Zwischenzeit ersatzweise der weibliche Leib. Die erneute Verbindung von Kind und Weib schafft den sündigen Leib. Die Verbindung entschuldigt zum Schein. Im sinnvollen Text bekennt mann sich zur Sünde, zum göttlichen Sinn und zur missbrauchten Frau. Der Analytiker ist ein Heiler, der die Geburt zurückdenkt und der Frau wieder die Schuld gibt, der aus dem Kind einen Mann machen will und aus der Frau ein Tier. Der Mann als blödes Subjekt der Zeichen strebt nur nach einer abstrakten Körperlichkeit, Sinn im Text, BuchstabenHeiligkeit, er ist nur Lüge mit Sinn oder Falschheit mit Grund, offenbarte Unwirklichkeit und damit selbst und ganz allein - der eingebildete Urvater.

Die JesusSage handelt von einem sündigen Leib, der sich selbst befreit. Eine Mischung aus Dummheit und Lüge ist das. Der wirklich freie sündige Leib wird immer nur therapiert interniert kastriert und eliminiert.

Es gab keinen erhabenen Urvater, sondern nur den haltlosen Vierbeiner, der einst sich an einem fremden Weib als Krücke aufgerichtet hat. K. Bakis allein kennt anscheinend das Geheimnis der überkreuzten Beine. Jeder Mann hat vor sich ein Kreuz mit Beinen, hat auch das Kreuz mit den eigenen und erhebt sich am heilenden Stab. Die Schlange am Stab ist offensichtlich die Lüge, männliche Falschheit, die sich aus dem Staub macht. Schlange und Stab bilden zusammen das dem Mann fehlende Rückgrat.

Frauen überkreuzen die Beine. Seltsam! Selbst über Kreuz geschlagen und feste genagelt bluten sie nicht. Diese BeinHalter sind entweder wirklich tot oder um des Lebens Halt einfach betrogen. Vielleicht überkreuzen sie aber gar nicht die eigenen?

Die Frau als Verführerin taucht mit Eva auf aus dem Nichts. Ist sie vom Himmel gefallen? Sinn hat die Figur mit ihrer Unart in der Geschichte nur, wenn sie nicht herab- und abgefallen, sondern engelisch souverän geflogen ist. Sie könnte der witzige Ableger einer bösen Urmutter der unbestimmten Vorzeit gewesen sein.

Im Wolfsmann übrigens steckt ebenfalls sowohl das verlorene Kind als auch die 'böse' Mutter. Der Werwolf ist einfach das, was der eingebildete Mann verdient: eine böse Frau und ein verzogenes Kind.