Sonntag, 8. Juni 2014

Der verlorene Leib

Die Stadt macht begrenzt frei, der Staat oder das Reich macht körperlich nutzlos und gleich. Der Mensch, entartet im Über- und Großreich, sieht in sich den Leib gleich wieder nicht mehr. Er definiert sich über Ware und Reichtum und der Körper ist ihm Objekt. Er ist nicht schamlos bescheiden in kleiner Freiheit, sondern unverschämt reich. Er übergeht den Leib einfach, marschiert über ihn hin, begreift ihn nicht, da er absolut unbedeutend unsichtbar fast ist, ihm völlig Wert los zu sein scheint. Er taucht restlos ein in ein ZeichenReich, er lebt nur noch in Waren und erkennt sich im Glauben an möglichst viel Geld. Es schaut in sich und sieht nichts: das ist wahrer Glaube hirnlos Selbstbestätigung. Er hält sich an sich, an nichts sich mehr als Sinn Leere + Wert Übersinn + Verstand Vernunft. Glaube ist Grund Liebe dazu sowohl als auch Hass und Vernichtung von Widerspruch. Liebe und Hass sind äußere Warenaffekte. Liebe gründet im WarenZusammenhang und Hass tritt dann auf, wenn er gestört ist. Objektiv ist die Verbindung der Dinge in der Zeichenwelt ihr Geldwert, subjektiv ist es der Glaube. Objektiv ist die Störung der Warenströme eine Krise, subjektiv ist es die Depression der Wünsche. Begeisterung und Hass sind relative Scheinaffekte, sie wirken außen und von außen her und haben keine echt leibliche Grundlage. Glaube und Zweifel sind Bewegungen auf dem Konto. Staat ist objektiv sachlich Gewalt - Glaube ist sein subjektiver Ausdruck, die satte Hilflosigkeit. Die Wirklichkeit ist unglaubwürdig oder halt - unbewusst. Ding und Wert scheinen unbegrenzt veränderlich und Wert relativ oder real im Geist. Der Wert der Dinge nach Zahlen verleugnet Wirklichkeit und Leib. In ihrem Geisterreich hängt der Gläubige. Er hängt sich da auf, wo er Leben und Lebensmittel als Ware nicht mehr zu scheiden weiß. Seht sie an die Gläubigen, sie predigen Armut und sind überernährt. Sie hassen den Wertverlust und nennen ihn Unglaube. Streicht Kredit und Zahlen und ein unglaublich maßloser Hass markiert den Zusammenhalt der Dinge Unsinn für euch. Da bekommt ihr die Wahrheit des Glaubens zu spüren. Diese Rechner haben keinen Leib, sie kennen keine Bescheidenheit. Zufriedenheit ist für sie ein Ärgernis. Hass erhöht ihr Begehren. Beschränkt sind sie auf Ware und Geld + Zeichen und Sinn. Sie sind erfüllt vom Licht und schauen durch schwarze Löcher hinaus in die funkelnde Nacht. Erkenne dich selbst doch mitLeib. Nur der mitleidlose Ungläubige weiß um das höchste Gut: Glück und Leib. Er lebt mehr als bescheiden. Er teilt Arbeit und Leid. Hunger allein schafft in der arbeitsteiligen Welt gerechten Ausgleich. Arm und reich ist Gedanke und Leib verteilt auf die Geschlechter. Wollust ist wirklich allein ganz gemein und trennt die Geschlechter: macht sie entweder fett oder frisst auf. Man spendet den Armen Schein und Geld und zieht sie an ins bloße nackte Geisterreich des MitLeids. Mitleid zieht einem noch den letzten Fetzen aus. Ungestörter Reichtum ist nur die große Liebe der tauben Zufriedenheit. Wollust und Hunger aber reißen alle Grenzen ein.