Samstag, 6. Dezember 2014

Von der letzten Heimlichkeit

Alle sollen sich endlich frei machen von jeder Autorität und frei sich bekennen zum Leib Leben nackt und bloß tanzen und singen in der Öffentlichkeit. Die allgemeine Offenheit beraubt jeden der Möglichkeit gewalttätig zu sein, die Großen Mächtigen der Möglichkeit die Kleinen Bescheidenen für Raub und Krieg zu missbrauchen. Alle sollten hoffnungslos schamlos sein. Scham allein fördert und fordert Gewalt und Scham macht alle und alles verkehrt. Der öffentliche und so zugleich wirklich sinnlich geöffnete Leib entschlüsselt sich seinem Hirn und vermittelt der wahren Seele die wirkliche Welt.

RD will nicht aufgerissen sein.

Gering ist die Sorge der leiblich Schmächtigen und grenzenlos die Vorsorge der Unersättlichen für die Ewigkeit. Sinn ist Gewalt gegen Sinnlichkeit.

Die letzte Heimlichkeit, die sich selbst zerstört, ist endlich die des uneingeschränkt heimlichen Zugangs zu unser aller Zerstückelter Körper und Zertrümmerter Leben. Die absolute Ohnmacht und das Wissen zugleich um diese Ungewissheit und ihre neuen nackten Möglichkeiten verweisen uns auf den Leib als einzigen Grund unseres Seins und machen uns bescheiden und natürlich unschuldig rein.

Nur noch toter Körper und Scheiße verdichtet Sein in eins ist eine Folge der Vergeistigung. Geistreich sind Streit und Widerspruch: Dialektik: allgemein: Verblödung.

Schönheit (Dschamal) gehört notwendig zum Leib, der um den Wert der Reinlichkeit weiß. Ein Leib riecht, was recht ist. Euch kommen noch fremder Hunger zu EigenGerechtigkeit.

Was macht alle wirklich gleich?: das andere Kreuz. Von Angesicht zu Angesicht sind wir so doch offensichtlich ungleich und gelangweilt. Mann täuscht die Frau und sich in ihr und will dafür selbst auch betrogen sein. Zur Befreiung gehört final aber und seit jeher das aufrecht gehende Weib und der Mann als einfache Vielbeinigkeit - oder vielfacher Einbeiner. Der normale Verkehr ist nur eine verkehrte Verarschung: der Mann bestimmt endlich sich zum allgemein und für immer Verführten und AnGeführten. Der Mann ist ein falscher vom Leben und Weib nur betrogener Führer und scheitert an seiner koitalen Nichtigkeit. Der Koitus ist nur eine Idee Vorstellung Lüge und der Wille ein Grund nur dieses Selbstbetrugs und seiner Falschheit. Das Selbst im Bewusstsein ist nur der Geist, der immer betrogen sein will.

Das leibliche Kreuz des andern ist ein doppeltes. Der andere ist nicht nur der verkehrte, sondern auch von anderem Geschlecht.

Schwingt der Araber in dem Geschichtchen von Kafka nicht die Peitsche in verborgener Öffentlichkeit? Heimlich kann ihn jeder dabei beobachten. Weiß er darum? Schamlos sollte er sein und immer weiter sich veräußern - aber endlich unaufhörlich sich schreibend befriedigen - unheimlich will das Hirn ausgeworfen sein. Schakal ist nur ein Wort für die 'Ejakulation' des höchsten Sinns. Dafür bückt sich der Moslem - oder für einen Cent. Schakal ist das Geld auch, das der schmarotzende Araber allein noch erjagt. Ach wie Gold und gerne gehasst ist die offene jüdische Schönheit.