Mittwoch, 3. Dezember 2014

Apokalyptische Reiter

Es sind drei: Ich, Selbst als Bewusstsein und die WarenKörperlichkeit. Sie ziehen nach sich einen gemeinsamen vierten: den Tod, das reine Leid des Leibs. Und Ihnen allen zu Füßen liegt die ganze blödsinnige Öffentlichkeit, das bürgerliche Selbst in seiner Verkleidung. Was im Bild je doch fehlt ist der Große Leib, die Mehrheit, der arme Rest der Menschheit. Der fünfte ist für den Bürger der scheinbar unsichtbare. Der angebliche Tod hat ihn an und gegen sich. Der fünfte schließt den Kreis. Vier tun es nicht allein und der Daumen steht dagegen auf. Die versteckte Botschaft im Bild ist: Anfang und Ende des Untergangs der bürgerlichen Zeit. Bild und Künstler. Es ist der sich an sich im Hunger nach Leben vergehende Schatten des Körpers des Reiters. Der Körper aus getrennten Teilen wird vom wirklichen Hunger der Menschheit erst wieder zu sich befreit. Es ist höchste Zeit, höchste Zeit. Wofür ist es höchste Zeit? Der Hunger wartet nicht länger auf kleine Spenden der Reichen. Er nagt schon am Wert, riecht den Zins ihres Körper, den Rest kleiner Fruchtbarkeit. Schon schwindet er hin kommt auf den Punkt. Geist ist bald nicht mehr. Gott ist Tod und seine Nachgeburt nur ein schwarzes kleines mittleres Nichts: für die einen als großer Freier der Teufel, für die anderen der Erlöser. Hunger frisst die Kinder der Reichen und treibt die der Armen ab. Das ist nun mein Rest Idealismus und winziger Rest gläubiger Krankheit.