Montag, 15. Dezember 2014

Gott ist (bald) tot

Aphorismen kleine Texte fallen und gehen einem schnell ein. Sie kommen leicht und sind auch sehr leicht widerflüchtig. Sie bedrängen einen gelegegentwillentlich und sind zum Fest kaum zu halten.

Absolut widerlich ist hingegen die RomanSchreiberei, bei der ein krankhafter Lüger kranker Lügner ein großes Konstrukt behauptet, das doch nichts ist als sein KrebsGeschwür, das wächst und um das uns der schreibende SelbstHeiler Jammerer Heuler seine scheinbaren Gegenmittel als SinnReich entfaltet. Jeder Roman ist ein Betrug: aus einem üblen Loch Hinterlebendigkeit erzeugt er sich wie von selbst der ScheinLeib mit Geist Gott Autor Simpel aus eigener SchriftEiligkeit.

Der Autor ist ein ausschließlich in die eigene LügenWelt passender Schöpfer. Jeder Glaube ist einzig. Nur wenn wir glauben und uns dem GeistReich überlassen, wird aus einem Verlierer der Wirklichkeit eine Große Persönlichkeit und Autorität in anderen Worten: aus einem der gewalttätigen MannsWelt unterwürfig dienenden Krüppel und Idioten wird ein aus dem Jenseits wiedergeborenes Wesen, Heiligkeit in jeder Gestalt und Gott in jeder Fassung oder Erscheinung.

Eine Sammlung verwandelter Mythen vermischt mit kleinen Texten unter Sinnzwang: das gibt moderne Bildung und war schon das Alte Testament. Der ausgeprochene Sinn unter Zwang oder 'göttlicher' Eingebung muss nun aber wieder in die Mythen hineingedreht und mit ihnen verwandelt werden. Dann wird vielleicht schon was Rechtes noch schönes Echtes daraus.

Im Neue Testament sind die erzwungenen Sinnsprüche zu einem sinn\reichen und sinn/gebenden Roman verdichtet, dem nunatürlich widerleiblich der Wirklichkeitsbezug völlig fehlt. Roman erzeugt autoritären Wahn. Das gilt doch für jeden Roman seit seiner Findung in Griechenland. Im Roman entsteht eine oberflächliche Welt mit Warenzusammenhängen und Theateraffekten. Die Basis des Fiktiven ist - und das wird uns als unser 'Unbewusstes' hingestellt und den Dummen verkauft - eine Welt entstellter Mythen. Wenn man Ödipus jedoch zurechtdreht, vergeht nicht nur das angeblich Unbewusste voll und ganz, sondern auch Vernunft und Verstand als Basis des Wissen, an das wir glauben sollen, schwinden dahin. Gott und Autor werden klein unglaubwürdig menschlich und schwach ohnmächtig schlicht schlecht und müssen mit uns sachte aus Lebens Scheiden.

Leben ist mühsam und schön, Sterben schrecklich leicht. In der RomanWelt teilen sich die Gläubigen (Leser) diese Positionen säuberlich mit ihrem Gott (Autor). Des Lebens Müh wird zum schönen Traum und des Sterbens Geschreck ist göttlich erleichtert.

Der Protagonist der RomanWelt ist ein ZwischenWesen: des Autors Kind fängt mühevoll mit angeblichem Leid den Leser ein und lässt sich gelegentlich scheinbar für ihn kräutzigen. Ist das nicht ein Kreuz, wenn man mit seiner Arbeit ein ganzes Leben lang die verschriebenen Lügen anderer nur bezahlt? Romanträumerei versteckter Konsumhuren Zwang Sklaverei. Ich verschreib mich + mir lieber selber.

Jesus ist eine Romanfigur. Solche Erloeserfigürchen sind nicht echt. Ihre Finder Autoren Religionsgründer auch sind immer nur leibliche Krüppel im GeisterReich GiftZwerge, die in einer zerstörten Welt unter Hungernden Trostlosen Kranken und seelisch Abortierten natürlich zu Königen werden. Paulus war so eine Pestbeule, Epileptiker Nachgeburt irgendwo zwischen AusScheid und HungerLeid, Mohammed war genau so einwenigkleiner. Moses war keiner, er war noch nur richtig fingierter Held - nicht so kreuzmodern - und das Wissen um einen verdrehten Mythos mancheiner: Bildung ummein GeheimWissen ist das.

Gott ist schon ziemlich klein und recht und schlecht meine Schreibe.

Gott ist bald tot und ich hab ihn aus reiner Nachlässigkeit oder versehentlich halt 'ermordet' oder etwas versteckt da zwischen Hut und Boden in dunkler Sinnlichkeit - eine Erektion vielleicht?

Das LeserGetier im Sinngewirr verzeiht es mir - ganz ohne Zweifel.